Ein Kiosk, eine Ladestation oder ein Self-Service-Terminal darf in der EU nur in Verkehr gebracht werden, wenn er die RoHS-Richtlinie einhält. Er darf also bestimmte gefährliche Stoffe wie Blei, Quecksilber oder Cadmium nur unterhalb fester Grenzwerte enthalten. Ein eigenes RoHS-Siegel gibt es dafür nicht. Die Konformität steckt im CE-Kennzeichen und vor allem in der EU-Konformitätserklärung des Herstellers. Wenn du als Standortbetreiber oder Franchise-Partner ein Gerät aufstellst, solltest du genau diese Unterlagen sehen, bevor du unterschreibst. In diesem Leitfaden erfährst du, welche Zeichen an einem Kiosk wirklich etwas aussagen, wer im Ernstfall haftet und worauf du 2026 besonders achten solltest.
Kurz gesagt
- ✅ RoHS ist Pflicht, kein Bonus: Jedes Elektrogerät, also auch jeder Kiosk, muss die Stoffbeschränkungen einhalten. In Deutschland regelt das die ElektroStoffV.
- 📄 Das CE-Zeichen allein reicht nicht: Verlange die EU-Konformitätserklärung, in der die Richtlinie 2011/65/EU ausdrücklich genannt ist.
- 🔌 Die ganze Baugruppe zählt: Ladekabel, Netzteile und Zubehör müssen genauso konform sein wie das Gehäuse.
- 🗓️ Ausnahmen sind befristet: Die Ausnahmen in den Anhängen der Richtlinie werden regelmäßig überprüft. Das betrifft vor allem Ersatzteile und neue Hardware-Versionen.
- 🗑️ Auf das Gerät gehören mindestens zwei Zeichen: das CE-Kennzeichen und die durchgestrichene Mülltonne für die getrennte Entsorgung.
Inhaltsverzeichnis
- Was RoHS bei einem Kiosk konkret bedeutet
- RoHS ist kein Siegel: So hängt es mit dem CE-Kennzeichen zusammen
- Welche Prüfzeichen und Zertifizierungen bei Kiosken zählen
- Wer haftet: Hersteller, Importeur oder Betreiber?
- Ausnahmen und Fristen: Warum 2026 ein wichtiges Jahr ist
- Kabel, Netzteile, Powerbanks: Die ganze Baugruppe zählt
- Checkliste vor dem Kauf oder Franchise-Vertrag
- Outdoor-Kioske: Was zusätzlich wichtig ist
- Unsere Sicht: Konformität ist Teil des Service
- Æcharge-Station für deinen Standort
- Häufige Fragen
- Quellen
Was RoHS bei einem Kiosk konkret bedeutet
RoHS steht für „Restriction of Hazardous Substances“. Die EU-Richtlinie 2011/65/EU beschränkt gefährliche Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Das Ziel: weniger Schadstoffe im Elektroschrott und mehr Schutz für Umwelt und Gesundheit.
Ein Kiosk ist aus Sicht der Richtlinie einfach ein Elektrogerät. Egal ob Bestellterminal, Fahrkartenautomat, Info-Stele oder Powerbank-Station: Es stecken Platinen, Lötstellen, Kabel, Displays und Netzteile drin. Genau dort können die beschränkten Stoffe vorkommen.
Diese Stoffe sind beschränkt:
| Stoff | Wo er in einem Kiosk vorkommen kann |
|---|---|
| Blei | Lötstellen, Legierungen, Glas in Bauteilen |
| Quecksilber | ältere Hintergrundbeleuchtungen, Schalter |
| Cadmium | Beschichtungen, Pigmente, Kontakte |
| Sechswertiges Chrom | Korrosionsschutz auf Metallteilen |
| PBB und PBDE (Flammschutzmittel) | Kunststoffgehäuse, Kabelisolierungen |
| Vier Phthalate (Weichmacher) | weiche Kabelmäntel, Dichtungen |
Die vier Weichmacher kamen mit der Ergänzung 2015/863 dazu. Für dich als Betreiber heißt das: Gerade die weichen Teile wie Kabel und Dichtungen sind keine Nebensache.
Wie das in Deutschland umgesetzt ist
In Deutschland gilt die Richtlinie über die Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung (ElektroStoffV). Sie ist direkt bindend. Daneben regelt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) von 2015, wie Geräte in Verkehr gebracht, zurückgenommen und umweltgerecht entsorgt werden.
Die beiden Regeln gehören zusammen: Die ElektroStoffV sagt, was in dein Gerät hinein darf. Das ElektroG sagt, was am Ende mit dem Gerät passiert.
RoHS ist kein Siegel: So hängt es mit dem CE-Kennzeichen zusammen
Viele suchen am Kiosk nach einem „RoHS-Zeichen“. Das ist verständlich, führt aber in die Irre. RoHS wird nicht separat mit einem eigenen Aufkleber bestätigt. Die Einhaltung ist Teil der CE-Konformitätsbewertung.
So läuft das ab:
- Der Hersteller bewertet sein Produkt. Er prüft, welche EU-Regeln gelten, etwa Niederspannung, elektromagnetische Verträglichkeit, RoHS und bei Funkmodulen auch die Funkanlagenregeln.
- Er erstellt die technische Dokumentation. Darin stehen unter anderem Materialangaben, Lieferantenerklärungen und Prüfberichte.
- Er stellt die EU-Konformitätserklärung aus. Dort listet er jede Richtlinie, die das Produkt erfüllt.
- Erst dann bringt er das CE-Kennzeichen an.
Das CE-Zeichen ist also eine Erklärung des Herstellers. Es ist kein Prüfsiegel einer Behörde. Unabhängige Labore wie SGS prüfen elektrische Produkte auf Sicherheit, EMV und RoHS, aber eine solche Prüfung ist eine Unterstützung für den Hersteller und keine gesetzlich vorgeschriebene Fremdzertifizierung.
💡 Praxis-Tipp: Wenn ein Anbieter „RoHS-konform“ als besonderes Extra bewirbt, ist das nicht falsch. Es ist aber schlicht die gesetzliche Mindestanforderung. Spannender ist, ob er dir die Unterlagen dazu ohne Zögern zeigt.
Was zur Elektrosicherheit dazugehört
Neben RoHS spielt die Sicherheit des Geräts eine zentrale Rolle. In Deutschland setzt die 1. ProdSV, gültig seit dem 20. April 2016, die Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU um. Ein Kiosk am 230-Volt-Netz fällt fast immer darunter. Auch diese Richtlinie sollte in der Konformitätserklärung stehen.
Welche Prüfzeichen und Zertifizierungen bei Kiosken zählen
Am Gehäuse eines Kiosks findest du oft mehrere Zeichen. Nicht alle bedeuten dasselbe. Diese Übersicht hilft dir beim Einordnen:
| Zeichen oder Dokument | Pflicht oder freiwillig | Was es aussagt | Wer es vergibt |
|---|---|---|---|
| CE-Kennzeichen | Pflicht | Hersteller erklärt, dass alle geltenden EU-Regeln erfüllt sind, inklusive RoHS | Hersteller selbst |
| EU-Konformitätserklärung | Pflicht (Dokument) | listet konkret jede erfüllte Richtlinie und Norm | Hersteller selbst |
| Durchgestrichene Mülltonne | Pflicht | Gerät gehört nicht in den Hausmüll, sondern in die getrennte Sammlung | Hersteller bzw. Inverkehrbringer |
| GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit“) | freiwillig | eine unabhängige Prüfstelle hat die Sicherheit geprüft | zugelassene Prüfstelle |
| Prüfzeichen von Prüfdienstleistern | freiwillig | Prüfung nach bestimmten Normen durch ein Labor | Prüfinstitut |
| IP-Schutzart (z. B. IP54, IP65) | Angabe, keine eigene Pflicht | Schutz gegen Staub und Wasser | Herstellerangabe, oft labortestiert |
Pflicht und Kür unterscheiden
Das CE-Zeichen und das Entsorgungssymbol sind Pflicht. Fehlen sie, darf das Gerät so nicht auf den Markt. Freiwillige Prüfzeichen sind ein Plus: Sie zeigen, dass ein Dritter genauer hingeschaut hat. Sie ersetzen aber nie die Konformitätserklärung.
Für Outdoor-Kioske ist die IP-Schutzart wichtig. Sie hat mit RoHS nichts zu tun, sagt dir aber, ob das Gerät Regen und Staub verträgt. Mehr dazu weiter unten.
Zertifizierungen für Spezialkioske
Manche Kioske brauchen zusätzlich fachliche Zulassungen. Ein Beispiel sind Terminals für die Selbsterfassung von Lichtbild und Fingerabdrücken bei Behörden, die eigens zertifiziert werden. Solche Zulassungen betreffen die Funktion und den Datenschutz. Die RoHS-Pflicht gilt trotzdem zusätzlich, genau wie bei jedem anderen Kiosk.
Wer haftet: Hersteller, Importeur oder Betreiber?
Die Konformitätsbewertung liegt beim Hersteller. Er muss die Erklärung ausstellen und die technische Dokumentation bereithalten. Das klingt so, als hättest du als Betreiber damit nichts zu tun. Ganz so einfach ist es nicht.
Du kaufst direkt aus einem Nicht-EU-Land ein? Dann bist du in der Regel Importeur. Damit trägst du Pflichten, die sonst der Hersteller hat. Die BAuA beschreibt im Rahmen des ElektroG die Pflichten beim Inverkehrbringen, und diese treffen auch dich, wenn du ein Gerät als Erster auf den EU-Markt bringst.
Du lässt das Gerät unter deinem eigenen Namen labeln? Dann kannst du rechtlich selbst als Hersteller gelten. Das passiert bei Franchise- und Eigenmarkenmodellen schneller, als viele denken.

Du stellst ein fertig gekauftes Gerät eines EU-Anbieters auf? Dann liegt die Hauptverantwortung beim Anbieter. Du solltest aber sicherstellen, dass das Gerät ordnungsgemäß in Verkehr gebracht wurde und die Pflichtkennzeichen trägt.
⚠️ Wichtig vor dem Vertrag: Wenn du unsicher bist, welche Rolle du in einem Franchise- oder Importmodell übernimmst, lass das vor der Unterschrift von einem Anwalt für Produktrecht oder deiner IHK prüfen. Die Rolle entscheidet, wer bei einem Rückruf oder einer Untersagungsverfügung zahlt.
Was die Marktüberwachung macht
Die Marktüberwachung kann nicht-konforme Geräte vom Markt nehmen lassen. Die BAuA informiert dazu auf ihren Seiten zur Konformität elektrischer Produkte. Für dich als Betreiber auf Privatgelände bedeutet ein solcher Fall: Die Station ist weg, der Umsatz auch, und du hast Ärger mit dem Lieferanten. Die beste Absicherung ist eine saubere Prüfung der Unterlagen vorher.
Ausnahmen und Fristen: Warum 2026 ein wichtiges Jahr ist
Die RoHS-Richtlinie arbeitet mit Ausnahmen. In Anhang III und IV stehen Anwendungen, in denen ein Stoff noch erlaubt ist, weil es technisch keinen guten Ersatz gibt. Ein typisches Beispiel ist Blei in bestimmten Legierungen oder Lötmitteln.
Diese Ausnahmen sind zeitlich begrenzt und werden regelmäßig neu bewertet. Die EU-Kommission passt die Anhänge an den technischen Fortschritt an. Eine Ausnahme kann verlängert, eingeschränkt oder gestrichen werden.
Für mehrere Ausnahmen in Anhang III laufen Fristen zum 31. Dezember 2026 aus beziehungsweise werden neu geregelt. Ob eine bestimmte Ausnahme für dein Gerät relevant ist, hängt von den verbauten Komponenten ab. Das kann nur der Hersteller verbindlich beantworten.
Was das für dich praktisch heißt
- 🔧 Ersatzteile: Ein Kiosk, der heute konform ist, kann bei einem Ersatzteil aus einer alten Charge Probleme bekommen, wenn die zugehörige Ausnahme ausläuft.
- 🆕 Neue Hardware-Versionen: Bei einer Revision muss der Hersteller prüfen, ob die Erklärung noch stimmt.
- 📆 Lange Laufzeiten: Bei einem Franchise-Vertrag über mehrere Jahre zählt, ob der Anbieter den Lebenszyklus seiner Komponenten aktiv überwacht.
Frag deinen Anbieter also nicht nur „Ist das Gerät konform?“, sondern auch: „Wie stellt ihr sicher, dass es in drei Jahren noch konform ist?“
Ein Wort zu Blei außerhalb von RoHS
Blei ist nicht nur über RoHS geregelt. Auch die REACH-Verordnung beschränkt Blei in Artikeln, die für die Allgemeinheit zugänglich sind. Die EU-Kommission hat dazu eine Überprüfung der Bleibeschränkung unter REACH angestoßen, die vor allem Kinder vor Bleikontakt schützen soll. Für einen Kiosk im öffentlich zugänglichen Raum, den auch Kinder anfassen, ist das ein weiterer Grund, auf saubere Materialangaben zu achten.
Kabel, Netzteile, Powerbanks: Die ganze Baugruppe zählt
Hier passieren in der Praxis die meisten Fehler. Das Gehäuse ist konform, die Hauptplatine auch. Aber das Ladekabel kommt von einem anderen Lieferanten, das externe Netzteil von einem dritten.
Die RoHS-Grenzwerte gelten auch für externe Kabel und Zubehörteile. Bei einer Ladestation sind das zum Beispiel:
- fest verbaute Ladekabel (USB-C, Lightning, Micro-USB)
- Netzteile und Steckdosenleisten im Inneren
- Beleuchtung und Displays
- Kartenterminals und Funkmodule
- bei Powerbank-Stationen die Powerbanks selbst
Achte darauf, dass der Hersteller die Konformität für das gesamte System bestätigt. Eine Erklärung nur für „das Gerät“ ohne klare Angabe, was dazugehört, ist zu wenig.
🔋 Besonderheit Akkus: Powerbanks enthalten Lithium-Ionen-Zellen. Für Batterien gelten in der EU eigene Regeln zusätzlich zu RoHS, etwa zu Kennzeichnung, Rücknahme und Sicherheit. Frag deinen Anbieter, wie er diese Pflichten für die Powerbanks erfüllt, und lass dir die Unterlagen dazu ebenfalls zeigen.
Checkliste vor dem Kauf oder Franchise-Vertrag
Diese Punkte kannst du direkt im Gespräch mit einem Anbieter abfragen:
- EU-Konformitätserklärung anfordern. Sie muss aktuell sein, das konkrete Modell nennen und die RoHS-Richtlinie 2011/65/EU ausdrücklich auflisten.
- Weitere Richtlinien prüfen. Stehen auch Niederspannung, EMV und bei Funk- oder Kartenmodulen die Funkanlagenregeln drin?
- Kennzeichen am Gerät kontrollieren. CE-Zeichen und durchgestrichene Mülltonne müssen sichtbar und dauerhaft angebracht sein.
- Hersteller und Adresse prüfen. Auf dem Gerät oder in den Unterlagen muss ein verantwortlicher Wirtschaftsakteur mit EU-Adresse stehen.
- Zubehör einbeziehen. Gilt die Erklärung auch für Kabel, Netzteile und Powerbanks?
- Prüfberichte erfragen. Gibt es Laborberichte zu Sicherheit, EMV oder Schadstoffen? Freiwillige Prüfzeichen sind ein gutes Zeichen.
- Ersatzteil-Strategie klären. Wie stellt der Anbieter sicher, dass Ersatzteile und neue Versionen konform bleiben?
- Entsorgung regeln. Wer nimmt das Gerät am Ende zurück? Wer kümmert sich um defekte Akkus?
- Rolle im Vertrag klären. Bist du Betreiber, Importeur oder gar Hersteller? Das muss schriftlich eindeutig sein.
✅ Wenn ein Anbieter alle neun Punkte ohne Ausflüchte beantwortet, bist du auf der sicheren Seite.
Neben der Produktkonformität brauchst du je nach Standort auch eine Genehmigung für die Aufstellung. Was dazu gehört, erklären wir in unserem Leitfaden zur Genehmigung für Powerbank-Stationen.
Outdoor-Kioske: Was zusätzlich wichtig ist
Draußen wirken Regen, Hitze, Frost und UV-Licht auf das Gerät. Die Stoffregeln bleiben dieselben, aber die Anforderungen an Gehäuse und Technik steigen.
Darauf solltest du achten:
- 🌧️ IP-Schutzart: Für den Außenbereich sollte das Gehäuse gegen Strahlwasser und Staub geschützt sein. Lass dir die IP-Angabe nennen.
- 🔒 Vandalismusschutz: Robuste Front, geschützte Kabel und sichere Verankerung.
- ⚡ Stromversorgung: Fachgerechte Zuleitung mit Fehlerstromschutz, geplant von einer Elektrofachkraft. Unsere Technikercheckliste zur Stromversorgung von Outdoor-Kiosken hilft dir bei der Planung.
- 🌡️ Temperatur: Akkus und Displays haben Grenzen. Frag nach dem zugelassenen Temperaturbereich.
Die Konformitätserklärung muss zum Outdoor-Modell passen. Eine Erklärung für die Indoor-Version deckt eine wetterfeste Variante nicht automatisch ab, wenn sich Bauteile unterscheiden.
Standorte außerhalb der EU
RoHS ist EU-Recht. Wer Stationen zum Beispiel in den USA aufstellt, hat andere Vorgaben, etwa zur Barrierefreiheit. Dazu haben wir einen eigenen Beitrag zu den ADA-Anforderungen für Kioske in den USA geschrieben.
Unsere Sicht: Konformität ist Teil des Service
Wir betreiben Powerbank-Stationen auf Privatgelände: in Einkaufszentren, in der Gastronomie, an Hochschulen, an Bahnhöfen und bei Veranstaltungen. Jeden Tag stecken Menschen dort ihr Smartphone an unsere Kabel. Für uns ist deshalb klar: Was in der Station steckt, muss stimmen.
Unsere Erfahrung aus vielen Gesprächen mit Standortbetreibern: Kaum jemand fragt nach RoHS. Die meisten wollen wissen, ob die Station zuverlässig läuft und ob sie Arbeit macht. Beides hängt aber zusammen. Ein Gerät mit sauberer Dokumentation und durchdachten Komponenten fällt seltener aus und macht weniger Ärger, wenn ein Prüfer vorbeikommt.

Darum setzen wir auf ein System, bei dem du als Partner keinen technischen Aufwand hast. Unsere Stationen laufen vollautomatisch und werden aus der Ferne überwacht. Die Ladekabel für USB-C, Lightning und Micro-USB sind fest integriert, damit keine fremden Billigkabel ins Spiel kommen. Unsere Outdoor-Stationen sind wetterfest und vandalismussicher, und genau auf diesen Bereich konzentrieren wir uns in Zukunft noch stärker.
Unser Rat an dich: Lass dich nicht von Siegeln auf Hochglanzprospekten beeindrucken. Frag nach der Konformitätserklärung, frag nach dem Zubehör und frag, wer sich in fünf Jahren um Ersatzteile kümmert. Das gilt für jeden Anbieter, auch für uns.
— aecharge.brand
Æcharge-Station für deinen Standort
Du willst deinen Gästen einen Ladeservice bieten, ohne dich um Technik kümmern zu müssen? Mit einer Æcharge-Station oder unserem Franchise-Modell bekommst du Station, Infrastruktur und Support aus einer Hand. Deine Gäste leihen eine Powerbank direkt am Terminal, ohne App und ohne Registrierung, und zahlen per Karte, Apple Pay, Google Pay oder Girocard. Zurückgeben können sie die Powerbank flexibel an jeder Station. Über den digitalen Screen an der Station kannst du zusätzlich lokale Werbung schalten.
Häufige Fragen
Gibt es ein eigenes RoHS-Zertifikat für Kioske?
Nein, ein gesetzlich vorgeschriebenes RoHS-Siegel gibt es nicht. Die Einhaltung ist Teil der CE-Konformitätsbewertung und wird in der EU-Konformitätserklärung des Herstellers bestätigt. Labore können zwar Schadstoffprüfungen durchführen und Berichte ausstellen, diese ersetzen die Erklärung aber nicht.
Reicht das CE-Zeichen am Gerät als Nachweis?
Als erster Hinweis ja, als Absicherung nein. Das CE-Zeichen bringt der Hersteller selbst an. Verlange zusätzlich die aktuelle Konformitätserklärung, in der die RoHS-Richtlinie 2011/65/EU ausdrücklich aufgeführt ist, und prüfe, ob sie dein konkretes Modell nennt.
Bin ich als Betreiber haftbar, wenn ein Kiosk nicht RoHS-konform ist?
Das hängt von deiner Rolle ab. Kaufst du bei einem Anbieter in der EU, liegt die Hauptverantwortung bei ihm. Importierst du selbst aus einem Nicht-EU-Land oder verkaufst du das Gerät unter eigenem Namen, übernimmst du Pflichten als Importeur oder Hersteller. Lass deine Rolle im Zweifel vor Vertragsabschluss rechtlich prüfen.
Müssen auch Ladekabel und Powerbanks RoHS-konform sein?
Ja. Die Grenzwerte gelten auch für Kabel, Netzteile und Zubehör. Für die Akkus in Powerbanks kommen eigene Batterieregeln dazu. Achte darauf, dass der Hersteller die Konformität für das gesamte System bestätigt.
Was ändert sich Ende 2026 bei den RoHS-Ausnahmen?
Mehrere Ausnahmen in Anhang III, etwa für Blei in bestimmten Anwendungen, haben Fristen, die Ende 2026 auslaufen oder neu geregelt werden. Für bestehende Geräte ändert das meist wenig, für Ersatzteile und neue Hardware-Versionen aber schon. Frag deinen Anbieter, welche Ausnahmen er nutzt und wie er darauf reagiert.
Quellen
- EU-Kommission: RoHS-Richtlinie
- EU-Kommission: Umsetzung der RoHS-Richtlinie und Ausnahmen
- EUR-Lex: Delegierte Rechtsakte zu RoHS-Ausnahmen
- EUR-Lex: Überprüfung der Bleibeschränkung unter REACH
- TÜV Rheinland: RoHS und ElektroStoffV
- BAuA: Elektrische Produkte und Konformität (1. ProdSV)
- BAuA: Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG)
- BAuA: Electrical and Electronic Equipment Act (englisch)
- SGS Institut Fresenius: Prüfung elektrischer und elektronischer Produkte
- Speed Biometrics: Presseinfo zur Kiosk-Zertifizierung
